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„Das Leben ist kein Leben mehr, sondern nur noch Leid!“

Wenn Kinder krank sind, leiden ihre Mütter oft mit. Für kurze Zeit steht der Familienalltag still. Doch nach ein oder höchstens zwei Wochen sind die meisten Kinderkrankheiten überstanden. Dann geht das Leben wieder weiter.

Wie sehr würde sich das auch Teresa (44) aus Passau wünschen. Dass Maximilian (14) endlich wieder gesund wäre – und die Normalität zurückkehrt. Doch der Gegner ihres Sohnes ist mit einer Grippe, Windpocken oder Masern nicht zu vergleichen. Er ist unberechenbar. Maximilan hat Krebs. Schon seit vier Jahren kämpft er um sein Leben. Ein Kampf, der viel Kraft kostet und die Familie oft an den Rand der Verzweiflung bringt.

Aus sechs Monaten werden vier Jahre

„Es gab Momente, da habe ich gedacht: Ich liebe mein Kind. Aber vielleicht wäre es das Beste, wenn er nicht mehr lebt“, gibt Teresa mit Tränen in den Augen zu. Zu groß ist das Leid und der Schmerz, den ihr Sohn schon seit Jahren ertragen muss. Dabei waren die Ärzte am Anfang noch optimistisch: „Im Plan stand, dass die Behandlung etwa sechs Monate dauert.“ Aus sechs Monaten sind inzwischen vier Jahre geworden. Und ein Ende von Maximilians unermesslichem Leid ist nicht in Sicht.  

„Die Schmerzen wurden immer schlimmer!“

Die Diagnose – Neuroblastom – trifft Maximilian und seine Familie im Dezember 2020 wie ein Schlag ins Gesicht. Der damals 10-Jährige ist sportlich aktiv, liebt Basketball, Schwimmen und Skateboard fahren. „Alles, was mit Sport zu tun hatte – das war Maximilians Welt. Er hat jeden Tag nach der Schule drei Stunden Basketball trainiert“, erinnert sich seine Mutter wehmütig. Deshalb wundert sie sich auch nicht, als ihr Sohn eines Tages über Knochenschmerzen klagt. „Ich dachte, sein Körper ist überfordert. Er trainert einfach zu viel.“

Dennoch geht sie mit dem 10-Jährigen zum Arzt. „Der hat gesagt, dass es bestimmt mit dem Wachstum zu tun hat. Mit 10 Jahren wachsen Kinder ganz intensiv und schnell.“ Teresa ist beruhigt. Doch Maximilians Beschwerden bessern sich nicht. Im Gegenteil: „Die Schmerzen wurden von Tag zu Tag schlimmer“, berichtet Teresa. „Und dann, eines Morgens, konnte er nicht mehr aus dem Bett aufstehen.“ Die Mutter ist alarmiert. Sie fährt mit Maximilian ins Krankenhaus. Dort erkennt man sofort: Die Lage ist ernst. Maximilian kommt auf die Kinderintensivstation. Auch seine Blutwerte verheißen nichts Gutes, denn die Entzündungswerte sind viel zu hoch.

Keiner weiß, was los ist

Teresa will unbedingt bei ihrem Sohn bleiben, ihm beistehen. Doch das geht nicht. „Meine Tochter war damals erst ein Jahr alt. Ich habe sie noch gestillt und durfte nicht mit ihr dort bleiben“, sagt die Mutter traurig. Sie muss gehen. Ihren kranken Sohn allein lassen. „Das ist mir unendlich schwer gefallen.“ Immerhin: Sie darf regelmäßig anrufen – auch in der Nacht. Doch das, was sie erfährt, lässt sie nicht zur Ruhe kommen. „Sie sagten, Maximilian geht es schlecht. Er muss sich ständig übergeben und er hat hohes Fieber. Sie wissen nicht, was mit ihm los ist.“

Tränen der Verzweiflung

Was mit ihrem Sohn los ist, das erfährt sie am nächsten Tag. Und es ist noch schlimmer als alles, was sie je befürchtet hatte. Denn nach zahlreichen Untersuchungen steht fest: Maximilian leidet unter einem Neuroblastom. Einer Krebserkrankung des Nervensystems. Ein Tumor sitzt an den Nieren, ein anderer in der rechten Hüfte. „Für mich…,“ sagt Teresa und schluckt. „Für mich ist in diesem Moment eine Welt zusammengebrochen.“ Bei der geschockten Mutter brechen alle Dämme. Sie kann ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. „Maximilian hat gefragt: Mama, warum weinst du denn? Ich habe gesagt: Du hast eine ganz, ganz schreckliche Krankheit.“ Maximilian versteht ihre Worte nicht. Mit seinen 10 Jahren hat er keine Ahnung davon, was ein Tumor oder Krebs bedeutet. „Dann hat er gesagt: Mama, das geht vorbei. Ich nehme Medikamente – und fertig.“ In ihrer Verzweiflung wendet sich Teresa an den Arzt: „Ich habe ihn gebeten, Maximilian diese Krankheit zu erklären. Ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht ihm zu sagen, dass er sterben kann.“

„Es geht ihm sehr schlecht“

Inzwischen weiß Maximilian, was Krebs bedeutet. Und dass sein Leben am seidenen Faden hängt. Chemotherapie, Bestrahlung und OPs gehören zu seinem Alltag dazu. „Maximilian ist nur noch im Krankenhaus“, seufzt seine Mutter. Entweder zur Chemotherapie. Oder weil sein geschwächter Körper mit für ihn lebensbedrohlichen Infekten kämpft. „Aktuell leidet Maximilian unter einer Lungenentzündung“, erzählt seine Mutter. „Es geht ihm sehr schlecht.“

Der Kampf mit dem Krebs ist zermürbend. „Am Anfang waren sechs Blöcke Chemotherapie geplant. Aber erst nach acht Blöcken, das heißt nach mehr als einem Jahr, konnten die Ärzte den Tumor an der Niere entfernen“, erzählt Teresa. Auch danach gibt es immer wieder Rückschläge: „Wir hatten eine Stammzellentransplantation“, erzählt Teresa. „Das heißt: Ich habe Maximilian meine Zellen gespendet.“

Die Stammzellentherapie war erfolgreich, jedoch hatte Maximilian so starke Nebenwirkungen, dass er seit Oktober 2023 im Krankenhaus liegt. Sein Immunsystem wurde so schwach, dass er ständig neue Infektionen hatte. Sein Magen war gelähmt und er musste sich künstlich ernähren. Ständig musste er sich übergeben und hat dadurch sehr abgenommen. Seit Februar 2024 geht es Maximilian etwas besser, er kann langsam, aber sicher wieder normale Nahrung zu sich nehmen.

Letzte Hoffnung Greifswald?

Aufgeben kommt für die tapfere Mutter dennoch nicht in Frage. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um das Leben ihres Sohnes zu retten, recherchiert im Internet. Und sie erfährt: In einer Kinderklinik in Greifswald wird an neuen, vielversprechenden Methoden gegen Neuroblastom  forscht. Dem Team von Herrn ProfDr. Holger Lode soll es gelungen sein, Antikörper gegen die Krankheit zu entwickeln. „Wie eine Impfung“, erklärt Teresa. „Ich habe viele Berichte von verschiedenen Patienten gelesen. Sie sind heute wieder gesund. In den USA gibt es diese Methode schon länger – seit etwa zehn bis 15 Jahren.“

Zugelassen ist diese Immun-Therapie noch nicht. Doch Teresa will nichts unversucht lassen. Aktuell wohnt sie mit Maximilian nahe der Kinderklinik Greifswald. Eine Belastung für die ganze Familie – auch finanziell. „Die Fahrten nach Hause sind sehr teuer und auch die Unterkunft muss ich komplett selbst bezahlen“, erzählt Teresa. Geld, das die Familie nicht hat. Seit Jahren kümmert sich Teresa um ihren schwerkranken Sohn, ist immer an seiner Seite. Einer geregelten Arbeit nachgehen – für die tapfere Mutter einfach unmöglich! Vater Nicolaj muss das Einkommen der Familie komplett alleine stemmen.   

Für solche Menschen hat die FKH-Sonnenherz eine Spendenaktion initiiert, deren Gelder zu 100 % an Maximilian und seine Familie weitergeleitet werden: 

Familienkrebshilfe Sonnenherz
IBAN: DE98 7016 9614 0002 5988 68
BIC: GENODEF1FSR
Verwendungszweck: „Helft Maximilian“

 

Um eine Spendenbescheinigung zu erhalten, sollte im Verwendungszweck die vollständige Adresse angegeben werden.

Der Organisation Sonnenherz liegt Transparenz besonders am Herzen. Hilfsbereite Spender sollen wissen, dass ihre Unterstützung genau dort ankommt, wofür sie es vorgesehen haben – und zwar im vollen Umfang. Alle Informationen zur Organisation sind unter der Web-Adresse www.fkh-sonnenherz.de zu finden.

Unterstützen können freundliche Mitmenschen auch das Projekt Bücherherz.de, bei den gebrauchten Büchern gespendet, anschließend zum fairen Preis verkauft werden – 25 % des Erlöses werden an die Familienkrebshilfe Sonnenherz gUG gespendet und unterstützen somit auch unsere Projekte. Weitere Informationen hierzu bietet die Website www.bücherherz.de

 

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