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Ein guter Plan für das eigene Leben

Verliert man eigentlich bei jeder Chemotherapie die Haare? Und wie lange dauert so ein Kampf gegen den Krebs? Wenn Emilie im Gespräch mit ihren Ärzten den Notizblock zückt, dann genau, um solche Fragen zu stellen. Denn dem elfjährigen Mädchen ist es wichtig zu wissen, was in ihrem Körper vorgeht. Und sie möchte einen Plan machen. Einen Plan für das, was sie in nächster Zeit noch durchstehen muss. Und einen Plan für das Leben danach, wenn sie ihren Kampf gewonnen hat. Doch die Reise zurück zu einem „normalen“ Leben hält für Emilie vorläufig noch einige Herausforderungen bereit. Kann ihr Plan für die eigene Zukunft aufgehen?

Ein schicksalhafter Tag

Im Januar wird Emilie 11 Jahre alt. Das Mädchen ist großer Pferdefan und hätte ihren Geburtstag am liebsten auf dem Reiterhof verbracht. Doch gerade diesen sehnlichen Wunsch können ihre Eltern ihr nicht erfüllen, auch wenn sie das wirklich gerne würden. Denn Emilie darf aktuell nicht einmal in die Nähe von Tieren kommen. Das würde ihr Immunsystem nicht verkraften. Stattdessen steht schon einen Tag nach dem gemütlichen Nachmittag mit Kuchen und Geschenken wieder „Staging“ auf dem Programm – ein Begriff, der zusammen mit dem Krebs plötzlich Teil ihres Alltags geworden ist. Dabei wird der aktuelle Status von Emilies Tumor untersucht.

Denn an einem schönen Tag im Mai vor knapp einem Jahr ändert sich das Leben der kleinen Familie schlagartig als Emilie plötzlich über starke Bauchschmerzen klagt. Am Anfang denkt ihre Mutter noch, dass es vielleicht die Nervosität vor dem Schulausflug ist. Doch als die Schmerzen am nächsten Tag immer intensiver werden, schickt die Hausärztin die beiden direkt ins Krankenhaus. „Sie haben einen Ultraschall vom Bauch gemacht, und ich weiß noch, dass ich mich gewundert habe, weil die Schmerzen ja eher in der Leiste waren. Und dann mussten wir erstmal sehr lang warten,“ erinnert sich Marzena, Emilies Mutter, an den schicksalhaften Tag zurück. Nach weiteren Tests und einer ungeplanten Nacht auf der Station soll dann auch Emilies Vater ins Krankenhaus kommen. Und gemeinsam erhalten sie eine niederschmetternde Diagnose: Emilie hat Tumore. Schon zwei Wochen später steht offiziell fest, dass es sich dabei um ein Neuroblastom im vierten Stadium handelt – einen beinahe 12 Zentimeter großen Tumor entlang der Wirbelsäule. Und der Krebs hat in ihrem Körper schon weiter gestreut.

Der Alltag mit Krebs zwischen Hoffnung und Verzweiflung

„Niemand kann dich auf solch eine Diagnose vorbereiten. Ich arbeite selbst in einem Altenheim und dachte, ich kenne das schon. Aber der Krebs reißt alle komplett aus dem normalen Leben heraus“, erzählt Marzena. Doch Emilie beweist von Anfang an eine beeindruckende Stärke und Reife. Und sie stellt Fragen, viele Fragen! Denn die junge Kämpferin weigert sich, diese Krankheit nur passiv über sich ergehen zu lassen, ganz im Gegenteil. Bei jedem Arztbesuch, bei jeder Visite holt sie ihren Notizblock heraus und stellt all die Fragen, die sie sich aufgeschrieben hat. Und sie selbst plant die nächsten Schritte mit. „Sie weigert sich, den Kopf in den Sand zu stecken. Aber so war sie schon immer, sie wusste immer genau, was sie wollte“, weiß Emilies Mutter.

Die Kraft für ihren persönlichen Kampf gegen den Krebs nimmt das Mädchen dabei vor allem aus dem Rückhalt durch ihre Familie. „Nur die Momente, in denen Emilie merkt, dass sie von mir oder ihrem Papa getrennt ist – oder in denen sie denkt, dass es uns nicht gut geht – sind für sie wirklich schwierig. Dann hoffe ich, dass sie nicht aufgibt. Dass sie mit uns zusammen weiterkämpft“, erzählt Marzena. Doch der Alltag zwischen Chemo, Immuntherapie, Bluttransfusionen und OP-Vorbereitungen lässt nicht viel Raum für eine unbeschwerte Zeit mit Familie und Freunden. „Ihre Klassenkameraden schicken ihr regelmäßig Briefe oder Päckchen und das ist wirklich schön. Ich merke, dass Emilie sich darüber sehr freut. Und gleichzeitig ist es natürlich schwer, denn das sind Momente, in denen sie sich wünscht, sie wäre wie die anderen Jugendlichen – ohne Krebs.“

Das Glück der Erde

„Es ist schwierig für mich, offen über Emilies Krebs zu sprechen. Denn sie ist ja nicht nur ihre Krankheit. Auch, wenn das gerade viel Zeit und Ressourcen bei uns allen in Anspruch nimmt“, erzählt Emilies Mama. Und besonders in Emilies Begeisterung für Pferde spiegelt sich ihr Optimismus und ihre Hoffnung wider. „Sie plant wahrscheinlich schon den nächsten Reiterurlaub – wenn sie denn wieder kann. So ist Emilie“, lacht Marzena. Denn obwohl sie derzeit nicht reiten kann, bleibt die Aussicht, eines Tages wieder auf einem Pferd zu sitzen, ein wichtiger Lichtblick für das junge Mädchen. Das Reiten bietet Emilie ein Gefühl von Freiheit und Normalität. Diese Leidenschaft für Pferde ist nicht nur ein Hobby, sondern auch eine ganz persönliche Quelle der Motivation, auf die sie sich während ihrer Genesung konzentrieren kann.

Gemeinsam nach vorne blicken

Auch Emilies Eltern haben Pläne für die Zukunft. Wenngleich die natürlich auch ganz nüchterne Wünsche beinhalten. „Ob wir wollen oder nicht, aktuell ist dieser Krebs unser Leben. Da steht alles andere still. Ich bin krankgeschrieben, das geht nicht anders, wir müssen das Haus und unser Leben hauptsächlich durch das Gehalt von Emilies Papa finanzieren. Aber es fällt schwer, sich darauf zu konzentrieren, wenn unser größtes Ziel die Gesundheit von Emilie ist“, sagt Marzena. Dennoch lassen sich alle drei nicht unterkriegen. „Ich wünsche mir so sehr, dass wir das gemeinsam als Familie schaffen. Wir lassen uns nicht unterkriegen und planen weiter!“

Emilies Geschichte zeigt, dass die Pläne für das eigene Leben absolut unvorhersehbar ins Wanken geraten können. Und dass es sich dennoch lohnt, immer neue Pläne zu schmieden. Denn Emilie ist in ihrem Kampf gegen den Krebs nicht alleine. Gemeinsam mit Familie und Freunden blickt sie weiterhin optimistisch in die Zukunft. Ein Plan ist ein Plan!

Wenn auch Sie an Emilies Plan glauben und sie auf ihrem Weg zur Genesung unterstützen wollen, dann können Sie an folgendes Konto spenden:

 

Familienkrebshilfe Sonnenherz
IBAN: DE98 7016 9614 0002 5988 68
BIC: GENODEF1FSR
Verwendungszweck: „Helft Emilie“

Jeder Beitrag zählt und bringt Emilie und ihre Familie einen Schritt weiter, zurück in ein Leben ohne Zukunftsängste und Krankenhausaufenthalte. Und vielleicht auch ein Leben mit ganz viel Zeit bei Emilies geliebten Pferden.

 

Um eine Spendenbescheinigung zu erhalten, sollte im Verwendungszweck die vollständige Adresse angegeben werden.

Der Organisation Sonnenherz liegt Transparenz besonders am Herzen. Hilfsbereite Spender sollen wissen, dass ihre Unterstützung genau dort ankommt, wofür sie es vorgesehen haben – und zwar im vollen Umfang. Alle Informationen zur Organisation sind unter der Web-Adresse www.fkh-sonnenherz.de zu finden.

Unterstützen können freundliche Mitmenschen auch das Projekt Bücherherz.de, bei den gebrauchten Büchern gespendet, anschließend zum fairen Preis verkauft werden – 25 % des Erlöses werden an die Familienkrebshilfe Sonnenherz gUG gespendet und unterstützen somit auch unsere Projekte. Weitere Informationen hierzu bietet die Website www.bücherherz.de

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